Donnerstag, 18. Mai 2017

Gardener's Rest - ODER - Rastplatzerln im Garten


Herzlichst willkommen ihr Lieben und Wunderbaren, bitte setzt euch doch, es sind noch Plätze frei. Denn es gibt in diesem Garten das Morgensonnefrühstücksplatzerl, das Mittagsschattenplatzerl, das Nachmittagshalbschattenplatzerl, das Letze-Sonnenstrahlen-Platzerl, ja es gibt sogar ein Weichsel- und Apfelernteplatzerl und das Gewitterregen-Platzerl ... und ... das führt jetzt zu weit. 


Selbstverständlich gibt es auch das mobile Gartenarbeitsplatzerl, wenn ich mich einmal stationär aufhalte. Ein Stuhl, der meist unbesetzt bleibt und eine Kabeltrommel auf der in der Regel eine Kaffeetasse steht, deren Inhalt nur zur Hälfte ausgetrunken ist. 



Aber: Als Fotokulisse macht sich das mobile Sitzplatzerl gut. Heute mit Yoyo-Deko-Polster :)!



Seit ich zu Weihnachten diese Yoyo-Trees gemacht habe, bin ich irgendwie angesteckt von dieser Art der Stoffresteverwertung und nun ist ein Yoyo-Polster, also eine Yoyo-Kissen entstanden. Ihr braucht nicht viel. Ein paar Stoffreste, etwas mehr Geduld und am Ende werden die Yoyos (Anleitung) mit Stickgarn auf einem alten Überzug genäht. In diesem Fall in Form eines Blumenstraußes. 





So könnte man theoretisch gemütlich auf einem Blumenstrauß rasten und in den Garten schauen, in dem die Margeriten zu blühen beginnen.



Andere Garten-Teilzeitbewohner nehmen das mit der Rast etwas ernster als ich. 



Herr Paul, der kleine Herzensbrecher, nach seinem Mittagsschlaf in der Margeritenwiese. Kann denn Liebe Sünde sein?



Weil wir grad bei der Platzwahl sind: Der Kiesgarten hat einen neuen Mitbewohner bekommen. Ein handgefertigter Sonnenschirm aus Myanmar ist eingezogen - und nein, diesmal war nicht ich auf Reisen ... in Living & Green erfährt, wer mag, mehr. 



Nur soviel: Ich bin arg verliebt :)!
Nun, ihr Lieben und Wunderbaren, wer also im sanften Licht des Schirmschattens verweilen möchte, ich freue mich.
Ja, ich freue mich immer sehr über eure lieben Besuche und denke mir oft, was ein Glückskind ich bin, euch als meine Gäste begrüßen zu dürfen.
Habt eine wundervolle Zeit und denkt dran, es ist Mai, laut meiner Omi darf man schon barfuß laufen :)!
Alles Liebe und einen Herzensdrücker
Tante Mali 

Donnerstag, 11. Mai 2017

Von Schneckensurfbrettern und anderen Unwesentlichkeiten


Nein, ich bin nicht auf Hawaii und auch nicht auf der Suche nach "The Big Wave", ich habe nur die Pflanzstäbe "versichert", sonst nichts. Denn vor lauter lauter lauter und noch mehr herumwuseln, kann so ein Pflanzstab buchstäblich ins Auge gehen. Knapp daneben, Glück gehabt und sofort zu einem Stück Rinde und einem morschen Ast gegriffen und draufgesteckt. 



Mit dieser Tätigkeit war allerdings der Holzwurm in mir noch nicht zufrieden gestellt, also habe ich in einer anderen Gartenecke dem Malabarspinat eine Kiste gebaut. 



Ich musste dort die alte Ligusterhecke stark zurückschneiden und hoffe, dass der rankende Spinat in diesem Sommer die unschöne Lücke füllen wird.



Gut, dass es Ecken im Garten gibt, die sich bereits hübscher präsentieren. So üppig wie in diesem Jahr hat die frühe Clematis noch nie geblüht. 



Und sowohl vor als auch hinter dem Haus entwickelt sich der Garten trotz einigen Frost-Blessuren ganz passabel. 



Dreierlei Thymian wartet auf der Terrasse auf die Eröffnung der Grillsaison ...


... und Vergissmeinnicht und Hornveilchen strahlen um die Wette.



Ach, bevor ich es vergesse: Liegen bei euch noch irgendwo Dosen herum? Ich habe es nämlich wiedereinmal geschafft ein DIY auf Living & Green zu posten. Vogelkäfige aus Dosen und Draht. Wer Lust hat, springt schnell rüber. Ich freue mich!




Und ganz zum Schluss, als ein kleines Dankeschön an euch, ein virtueller Blumengruß. Danke für eure Besuche und für die aufmunternden, zauberhaften und lieben Worte, die ihr mir zukommen lässt. Ich freue mich immer und über jedes einzelne sehr. 
Schön, dass es euch gibt.



Fühlt euch geherzt und gedrückt und umärmelt und genießt die Tage
Tante Mali

Donnerstag, 4. Mai 2017

Stahlband-Herzen-DIY und Bienengarten-Buch


Herzlichst willkommen ihr Lieben und Wunderbaren zu einem "Schon-wieder-so-ein-Kuddelmuddel-Post". Der Duden kennt fünf unterschiedliche Definitionen für Herz, Stahlbandherz allerdings kennt er nicht. Nun, so ein Duden wird selten sperrige Güter erhalten und in Baumärkten treibt er sich vermutlich auch kaum herum. 


Auf diesen beiden Wegen kommt man nämlich zu so einem Stahlband - und ich wollte euch doch schon längst gezeigt haben, wie daraus Herzen entstehen.


Benötigt werden: Eine Flachzange (rund), Blechschere und ich habe eines meiner Holzherzen für das erste Biegen als Modell genommen. 


Ich habe in der Mitte des Stahlbandes einen Knick gemacht und mich dann dilettantisch in Richtung Herzform weitergearbeitet. Dazu immer wieder die Zange angesetzt und mit einer Drehbewegung des Handgelenkes das Stahlband Stück für Stück gebogen. Für das untere Ende wird ein Teil zu einer Schnecke gebogen und der andere hineingesteckt.  


Wenn jemand von euch bessere Praktiken kennt, bitte her damit :)! Dieser Haushalt ist noch weit von geschicktem Stahlbandbiegen entfernt. 



Gut, dass es Dinge gibt, die andere erledigen. Die Natur ist immer noch die bessere Dekokünstlerin. Die erste Clematis blüht.


Wer sie dann und wann besuchen kommt, habe ich aus "Mein Bienengarten" von Elke Schwarzer erfahren.
Nun, mein Verhältnis zu Ratgeberliteratur ist ein äußerst gespaltenes, weil viele solcher Bücher gebetsmühlenartig das wiedergeben, was Generationen vor ihnen auch schon in solchen wiedergegeben haben. ABER es gibt auch die klugen, die pfiffigen, die interessanten Bücher, diejenigen, die irgendwo in Gartennähe griffbereit liegen bleiben, damit ich nachschlagen kann. "Mein Bienengarten" liegt griffbereit.


Elke Schwarzer kennen viel von euch vermutlich von ihrem Blog "Günstig gärtnern" , in dem es regelmäßig Spannendes und scheinbar mit der leichten Feder Geschriebenes zu lesen gibt. Beide Zutaten und ganz viel Wissen hat Elke Schwarzer auch in ihr neues Buch gepackt. Und auch wenn es mir jetzt nicht gelungen ist, das passende Flugobjekt zum Bild im Buch zu fotografieren, weiß ich nun endlich, was in meinem Garten so summt und brummt.


In ihrer wundervollen leichten, ja koketten Sprache, stellt Elke Schwarzer aber nicht nur die brummende Garten-Flugstaffel vor, sie sagt uns auch, was auf ihrem Speiseplan steht. Die gewöhnliche Löcherbiene beispielsweise liebt den Rainfarn und die Schafgarbe ...


... die Dunkle Erdhummel nascht bereits am ersten Krokus und besucht später gerne das Lavendelbeet.


Danke liebe Elke, für den vergnüglichen und interessanten Lesegenuss. Mein Bienengarten von Elke Schwarzer ist im Ulmer Verlag erschienen und wirklich sehr, sehr, sehr empfehlenswert!!!!


Mit einem kleinen Blumengruß aus dem Garten wünsche ich euch allen einen wonniglichen Mai. 
Herzhaft umarmt
Tante Mali 

Donnerstag, 27. April 2017

Blind date im Aprilgarten


Habt ihr schon einmal ein blinde date gehabt, ihr Lieben und Wunderbaren, eine Verabredung mit jemanden, den ihr nicht kennt? Nun, ich schon oft, aber auf einer anderen Seite meines Lebens, für diese Seite hier ist es der erste Versuch. 


Nun kann jeder mit Fug und Recht behaupten, dass eine Gartenbesitzerin mit ihrem Garten kein blind date haben kann, weil sie ihn schließlich kennt. ABER: Kennen wir wirklich unseren Garten? Nach 14 Tagen Abwesenheit dachte ich mir, dass muss meiner sein, aber er sieht so anders aus. 


Die Narzissen (Flower Record) zum Beispiel waren noch nicht da, das Kaukasus-Vergissmeinnicht auch nicht und der kleine Spalierapfelbaum hat auch nicht geblüht. 



Ich mag das Neuentdecken des Vertrauten sehr. Ich mag es, wenn ich sehe, dass die Sonne morgens über einen anderen Winkel in den Garten kommt, dass sich die Clematis neue Wege bahnt, die Ziergräser wieder austreiben ... und so weiter und so fort. 



Manchmal habe ich dann meinen Garten in Verdacht, dass ihm meine Abwesenheit recht behaglich erscheint. Dann kann er ungehindert aus den Ufern treten und Dinge sprießen lassen, die nicht sprießen sollen. Den Ast der Korkenzieherhasel habe allerdings ich zu verantworten. Er stand in einem Topf, in dem jetzt wieder eine Rose wohnt. Weiß gekalt "beschützt" er nun die Dachrinne.


Und so sieht es hinter dieser Fassade aus. Der Wintergarten ist derzeit ein Pflanzenkindergarten - es soll ja noch einmal kalt werden ... grrrr.


Habt eine wundervolle Zeit, ihr Lieben und Wunderbaren, und lasst euch von dem "narrischen" Wetter die Welt nicht madig machen. 
Ganz fest geherzt und gedrückt
Tante Mali

Donnerstag, 20. April 2017

Mezzogiorno - La dolce vita


Ein gutes Mittel gegen die polare Kaltluft, dachte ich mir, als ich die Bilder von meiner kleinen Osterreise für den Post vorbereitet habe. Blauer Himmel, blaues Meer, Glyzinien auf den Häusern, eine Tasse Cappuccino und ein Stück "la dolce vita" ... aufgeschnappt, genossen, eingepackt und mitgenommen. Für mich und von Herzen auch für euch.



Kalabrien und die Basilikata duften nach Wein, Oliven und Rosmarin und schon das Wort Mezzogiorno zergeht auf der Zunge wie eine Kugel Cassata-Eis (übrigens eine wundervolle Kindheitserinnerung). Ein architektonisches Sahnehäubchen obendrauf sind sicher die Trulli in Alberobello. 



Die Steinhäuser mit ihren "Hutdächern" oder korrekt Kraggewölbe sind UNESCO-Weltkulturerbe und waren mit ein Grund, warum es diesmal in den Süden Italiens ging. 



La vita all'italiana - dieses wundervolle wie unvergleichliche Schauspiel des italienischen Lebens beobachten, verträumte Orte besuchen, Herzenswärme geschenkt bekommen ... endlose Olivenhaine und Weizenfelder, sanfte Hügel, verknitterte Berge, weiße Dörfer. Die Basilikata ist eine Landschaft die beides sein zu wollen scheint: Bescheiden und dramatisch. Um diese Jahreszeit blüht immer irgendwo - gelb wie die Sonne - der wilde Riesenfenchel und roter Mohn. 



"Christus kam nur bis Eboli", sagt man in Matera der alten Höhlenstadt in der Basilikata. Noch in den 50er Jahren bettelarm, wird sie 2019 die Kulturhauptstadt Europas sein. Aus gelben Tuffstein geschnitten, ist die Altstadt ein mehrstöckiges Labyrinth aus Häusern, Höhlen, Gassen, Treppen und kleinen Plätzen, die nicht selten die Dächer weiterer Häuser sind. 



Und als wäre das nicht schon Grund genug für eine ordentliche Portion Bewunderung, wechseln die Häuser von Stunde zu Stunde die Farbe und passen sich jener des Himmels an. 


Geheimtipp, der nicht im Reiseführer steht: Sant'Angelo Le Fratte, ein Dorf knapp an der Grenze zu Kalabrien - Jedes Haus, auch der noch so kleinste Weinkeller, sind mit Wandmalerei verziert. 



Dass die Küche großartig ist, der Wein dieser Gegend einer der besten Italiens und die Menschen wundervoll, brauche ich nicht extra zu erwähnen. Was ich allerdings hoffe ist, dass euch die Bilder ein wenig gewärmt haben, ich zumindest leide derzeit an einem akuten Kälteschock!
Eine feine Zeit wünsche ich euch ihr Lieben und Wundervollen, habt eine gute Woche und: Die Hoffnung auf Frühling stirbt zuletzt.
Tante Mali