Donnerstag, 18. August 2016

Sichtschutz? ... Blickumleitung!!!!


Herzlichst willkommen, meine Lieben und Wunderbaren, hoffe, es geht euch gut. Nein, leider, ich feiere keine Party ich versuche mir nur mein kleines Stück Welt wieder etwas hübscher zu machen. Der Blick aus dem Kücheneingang ist derzeit leider wenig erbauend und das wird er wohl auch bleiben. Dort, wo jetzt das zauberhafte gelbe Mobil-WC steht, stand vor einiger Zeit noch eine stattliche Silbertanne - sie gehörte zum übernächsten Grundstück, auf dem jetzt ein Riesenhaus entsteht. Zudem verwandelt mein direkter Nachbar - neu - die Straße mehr und mehr in seinen persönlichen Fuhrpark und nun ist das der Blick aus meinem Kücheneingang, den ich so gar nicht mag. 



Zu allem Überfluss hat die Sauerkirsche im April auch noch einen Ast durch Schneebruch verloren und Eiben wachsen langsam ... grrrrr ... Wie ihr seht, steht das Gerüst für einen Holzzaun schon, aber momentan komme ich einfach nicht dazu, ihn fertig zu bauen. Weil mir dieser Anblick vor zwei Tagen so auf die Nerven ging, bin ich in die Wimpelketten-Serien-Produktion eingestiegen.





Mittags sah die Welt schon etwas besser aus, aber es fehlte noch was...



Gefakte Mini-Pullover. Ich hab Baumwollgarn verwendet, 35 Maschen angeschlagen und mit 3,5 Nadelstärke 65 Reihen gestrickt. Für die Ärmel wird in jeder Reihe eine Masche zugenommen bis auf jeder Seite 15 Maschen mehr entstanden sind. Dann bis drei Maschen vor der Mitte stricken und 6 Maschen für den Halsausschnitt abketten, eine Seite fertig stricken - das sind noch 10 Reihen - abketten und die andere Seite fertig stricken. Drei Pullis sind schon fertig. Der vierte wird wohl heute noch von der Nadel hüpfen. 





Baustelle und Autos sind dadurch nicht verschwunden, aber der Blick wird abgelenkt und das tut gut. 



Von der Straßenseite sieht meine Wimpelketten-Blickumleitung so aus. 




Und der Holzzaun, der wird auch noch gebaut. :)! 
Bis dahin lasse ich die Wäsche flattern, danke für euren lieben Besuch und wünsche euch eine wundervolle Zeit.
Lasst euch herzen und drücken
Tante Mali


Ein kleines P.S. habe ich noch. Google scheint ein gröberes Problem damit zu haben, anderen Blogs zu folgen. Nachdem ich das nun schon ein paar Mal vergebens probiert habe, habe ich im Google Forum dazu recherchiert. Auf die analoge Welt umgelegt, gibt es da tonnenweise Klagen zu den Thema. Bin mal gespannt. 

Donnerstag, 11. August 2016

Little Italy und junge Kürbisse



Wenn alle in den Süden strömen, die Staumeldungen im Radio länger dauern als die Nachrichten, dann bleiben wir zu Hause und gestalten unser Italien selbst. Grad mal eine gute halbe Stunde Autofahrt von Italien entfernt, ist das auch sehr einfach, weil ich ja ohnehin hin kann, wann ich will. Italien wartet, die jungen Kürbisse warten nicht. 


Die jungen Kürbisse sind nämlich orange, ehe man sich umgedreht hat und dann funktioniert das Grillen und Essen mit den nussigen Kernen nicht mehr. 


Der erste Gast ist schnell eingetroffen und hat schon einmal einen strategisch günstigen Platz eingenommen ... der Hütehund. 




Pflück mich, hat dieser Tag schon vor dem Abend gerufen und das haben wir getan. Ein kleines unaufgeregtes Essen macht ihn dann so richtig rund. Für das Kürbis-Antipasto werden die jungen Kürbisse in Spalten oder Scheiben geschnitten, mit Olivenöl im Backofen gegrillt und mit Balsamico, Salz, Pfeffer, Basilikum und etwas Pesto mariniert. 



Weil Kürbisse, wie ihr wisst, gerne in Gesellschaft leben, gibt es dann noch gefüllte Blüten dazu. Ebenfalls extremst unaufwendig gemacht. Die Fülle besteht aus Ricotta, geriebenem Parmesan, Salz, Pfeffer und Basilikum. Dann kommen die gefüllten Blüten auf ein Tomatenbett und wieder in den Backofen. Bitte abdecken, dann werden die Blüten nicht trocken und braun. 


Ach und die Fläschchen vom Gingerino sind ein wunderbarer Vasenersatz. Wiedereinmal alles verwertet .... und sich an die Stelle der Nachbarhäuser das Meer phantasiert :)! 
Gekocht wird übrigens diesmal auch auf Living & Green. Da geht die Reise etwas weiter über das Mittelmeer hinweg in den Libanon. Es gibt diese wundervolle Auberginen-Creme .... hmmmmm!!!! ... die übersetzt der beleidigte Vater heißt :)! Tja, meine Lieben und Wunderbaren, reisen kann so einfach sein. Mit dem Finger auf der Landkarte war ich schon überall und kulinarisch hab ich's auch schon weit geschafft :)!


Carpe Diem!!!
Und eine wundervolle Zeit, ihr Lieben und Wunderbaren. Habt es fein und genießt die Tage, die Stunden, die Minuten ...
Fühlt euch fest geherzt und gedrückt von
Tante Mali

Donnerstag, 4. August 2016

Work in progress - Boho-Patchwork-Plaid


So ein Regentag kann zum Verhängnis werden. So ein Regentag ist ja an und für sich dafür gedacht, dass man sich wieder einmal dem Haus widmet. Irgendeiner Ecke, die schon länger vernachlässigt wurde, die man schon längst hätte..., die man dringend müsste.... 



... aber einmal ehrlich: Wenn draußen in dieser tollen Farbe die Schmuckkörbchen blühen und man so ganz durch Zufall einen Stoff in der dringend aufzuräumenden Stoffrestabteilung findet, der ähnlich glänzt ....



... und noch dazu die Farben der Zinnien auch (fast) vorhanden sind ... dann hüpft doch der gute Vorsatz wie von selbst auf die Seite und man reißt alles, alles, alles auseinander und sucht so lange, bis man die passenden Reste für eine Boho-Patchwork-Decke zusammen hat. Oder?



Leider sind auch die Garnreste in der selben Abteilung, in der ich das Chaos mittlerweile beseitigt habe. (Weil ich doch Platz brauchte zum Nähen.) Kurz und bündig: Mein derzeitiger Work-in-Progress ist eben dieses Patchwork-Plaid. Die einfärbigen Leinenteile werden bestickt, teilweise auch die Muster der Stoffe nachgenäht. 





Verwendung findet alles, was da ist und zusammenpasst. Möbelstoffe, Leinen, Vorhangstoffe, Borten und zum Sticken Wolle, Stopfwolle und Stickgarn - teilweise sind tatsächlich auch Erbstücke dabei. 



Was ich so wundervoll daran finde ist, dass ich einfach drauflos arbeiten kann, kein Plan, kein Muster, keine Vorlage - einfach die Bahnen zusammenstellen und nähen. Hab mit dem Sticken schon begonnen, weil ich befürchte, dass das große Teil später schwer zu drehen und wenden ist. War das klug? 



Nun, meine Lieben und Wunderbaren, der Regen ist selbstverständlich schon längst vorbei. Frau Cosmea lacht mit ihren Schwestern um die Wette und zieht die Stieglitze an. Ich fürchte, die Decke wird ein längeres Projekt werden ... mal sehen. Ich bin schon gespannt.

Gestern war das Wetter so wundervoll, dass ich uns ein kleines Zeltlager gebaut habe. Wer mehr sehen will und eine weitere Geschichte aus meiner Kindheit lesen will, hüpft rüber zu Living & Green. 


Nun, meine Lieben und Wunderbaren, nur so viel: Wer als Kind Nscho-tschi war und Old Shatterhand das Pferd geklaut hat, aus dem kann nichts Ordentliches werden :)!

Fühlt euch ganz fest gedrückt und geherzt, habt eine wundervolle Zeit, genießt den Sommer und den einen oder anderen "Blödsinn"!
Habt es fein
Tante Mali


Donnerstag, 28. Juli 2016

Kleines Gärtnerinnen-Glück


Das kleine Glück der Gärtnerin, meine Lieben und Wunderbaren, besteht in meinem Fall einfach darin, dass ich einen Garten habe. In einer Zeit, da die Welt täglich von neuen Schreckensnachrichten durchgeschüttelt wird, ist er eine Oase und ein Fluchtpunkt zugleich. Die Zinnien malen bunte Flecken vor das Gemüsebeet und strahlen einen unerschütterlichen Optimismus aus.



Das kleine Glück der Gärtnerin besteht auch darin, dass sie hinter all den vorgepflanzten Blumen - die Cosmea ist recht stattlich geworden - das Gemüse findet. 



Die Blauhilde, die Borlotti-Bohnen und die gelben Möhren (-den , Samen hab ich von Usbekistan mitgebracht) zum Beispiel. 



Ein kleiner Aufstrich aus Bauerntopfen (Quark) Kürbiskernöl, frischen Kräutern und Kapuzinerkresse als schnelles Mittagessen, hinten, am schattigen Sitzplatz genossen - auch das ist ein Stück vom Gärtnerinnenglück. 




Die Hortensien haben den späten Frost im April mit einigen Blessuren überstanden - zum Glück der Gärtnerin, denn ein paar Blüten dürfen "geerntet" werden ...



... die Deko wurde in Haus und Garten verteilt. (Wer noch ein paar Ideen sucht, findet die Ergebnisse bei Living & Green.) Sich einfach aus dem Garten zu bedienen - das ist doch Gärtnerinnenglück.



Ja und ja und ja natürlich - auch das gehört zum Gärtnerinnenglück. Ein schöner Abend auf der Terrasse. Genießen, reden, lachen, schweigen, Sterne schauen. 



Meine Lieben und Wunderbaren, ich wünsche euch eine friedliche Zeit, eine Zeit, in der das Glück - auch wenn es nicht im Garten liegt - hinter der nächsten Hausecke auf euch wartet ... und euch erbarmungslos überfällt.
Fühlt euch fest gedrückt und geherzt
Tante Mali



Freitag, 22. Juli 2016

Auf der Sonnenseite der Alpen


Meine Lieben und Wunderbaren, gleich eine Entschuldigung zu Beginn. Tante Mali postet mit einem Tag Verspätung, weil sie wieder einmal in den Bergen war. Darf ich euch diesmal mitnehmen? Es geht nach Italien, in die Julischen Alpen, wo ich vor zwei Wochen war.


Berge, aber das wisst ihr, verführen mit einem einfachen Trick. Sie legen einem die Welt zu Füßen. Aber bis es so weit ist, heißt es gehen und nicht nur einmal mit dem inneren Schweinehund in Verhandlung treten, der lieber faul irgendwo herumlungern möchte. Nein, aus, heute nicht! 



Weit oben wartet das Rifugio Corsi mit seinem freundlichen Wirt, der nicht nur den Bergmenschen ehrliches Essen serviert, sondern auch den Steinböcken etwas Salz. Immer ist ein Rudel junger Tiere um die Hütte herum. 



Als wäre das allein nicht schon Belohnung genug, merkt man plötzlich, dass sich Gedanken wieder an den richtigen Ort gerückt haben, dass manches, das im Tal so groß und manchmal schwer ist, plötzlich sein Gewicht verloren hat, dass Ruhe hörbar ist und Wohlfühlen bedeutet, einfach nur die Beine unter einen Hüttentisch zu strecken und sonst nichts. Vielleicht ist es das, was Menschen in den Bergen suchen, an einem Ort, an dem es nichts und vieles zu finden gibt. 



Wer will, kann verweilen, wer will kann weiter gehen, über markierte Wege bis ans Meer oder durch steile Wände auf einen der Gipfel des Felsentheaters, das die Hütte umgibt. 


Vielleicht habt auch ihr das Glück, dass eure Rucksäcke ein Stück des Weges mit der Materialseilbahn dann wieder talabwärts fahren dürfen und ihr auf ähnlich neugierige Kühe trefft. (Gut, dass gleich ein Bach in der Nähe war, das Jungtier hätte am allerliebsten das ganze Salz von meinem Arm geschleckt.) 


Und nach einer kräftigen, verlängerten Dusche zu Hause fühlt man sich fast wieder wie neu geboren. 
Noch ein kleiner Hinweis: Auch auf Living & Green geht es heute um Berge, dort stelle ich euch das Rifugio Calvi, in den Karnischen Alpen vor. Wer will, kann einen kleinen Abstecher machen, ich freue mich und hoffe, dass euch die kleine Reise zu einer meiner großen Leidenschaften gefallen hat. 
Verzeiht noch einmal die Verspätung und den etwas anderen Post. 
Fühlt euch ganz fest geherzt und gedrückt - und vor allem: Habt eine wundervolle, ruhige, friedliche und glückliche Zeit
Tante Mali 



Donnerstag, 14. Juli 2016

Hmmmm ... Basilikum-Pesto mit Kürbiskernöl


Herzlichst willkommen, meine Lieben und Wunderbaren. Bitte setzt euch zu uns, es gibt zwar nur einfache Küche  - in Italien würde man cucina povera dazu sagen - aber dafür mit Zutaten, frisch aus dem Gemüsegarten.





Ernten! Kochen! Genießen! - Ist das nicht eine herrliche Reihenfolge? Zumal das alles in dem Korb auch noch eine One-Pot-Pasta wird.



Kartoffeln (würfelig geschnitten), Zuckerschoten und Bohnen ins kalte Wasser geben, sobald es kocht die Nudeln dazu - und wenn die Nudeln al dente sind, ist das Essen auch schon fertig. Weil wir, klug wie wir sind, das Pesto schon vorbereitet haben. 



Ich habe diesmal das Basilikum-Pesto mit steirischem Kürbiskern-Öl gemacht. Das "schwarze Gold" aus der Steiermark - einst läppisch als Schmieröl abgetan - ist ja mittlerweile zum Star unter den Ölen avisiert. Ihr wisst sicher, dass es wirklich sehr gesund ist. Gefüllt mit Vitamin A, B1, B2, C, all den wichtigen Mineralstoffen, enthält es kaum gesättigte Fettsäuren und hochwertiges Eiweiß. Ist gut zur Stärkung von Blase und Prostata und hilft bei erhöhten Blutfettwerten. Unübertroffen allerdings ist dieser leicht nussig, erdige Geschmack. 



Das Kürbiskernöl bitte nur kalt verwenden und keine Angst vor Flecken auf Kleidung oder Tischwäsche - nicht waschen, sondern einfach in die Sonne hängen, dann sind sie wieder weg. 


Mag noch jemand Nachschlag? Es ist noch etwas da!


So, und bevor ich jetzt schaue, was mein kleiner Tag so bringt, wünsche ich euch noch eine wundervolle Zeit. Lasst es euch schmecken und gut gehen und manchmal fünfe grade sein :)!
Ganz fest geherzt und gedrückt
Tante Mali

P.S. Wie ich zu so feinem Gemüse komme, erfährt ihr übrigens bei Living & Green